14/12/2020

Pendeluhr in der Knabenschule in Lana tickt wieder

Pendeluhr wieder instandgesetzt.

 

Pünktlich zum Schulbeginn am Montag nächster Woche tickt die Pendeluhr in der Knabenschule in Lana wieder richtig.

Seit der Einweihung der Schule 1911, die in einer Rekordzeit von anderthalb Jahren Bauzeit errichtet wurde,  die Uhr gute Dienste geleistet, bis sie

vor Jahren eine unerwartete Pause eingelegt hat. Die säulenförmige Uhr steht heute rechts vom Eingang, am ursprünglichen Ort, als Symbol der Schulzeit. Sie wurde von Theodor Fischer, dem Architekten des Schulbaues entworfen, dem derzeit auch eine Ausstellung am Bahnhof Meran gewidmet ist. 

Die Uhr selbst gliedert sich in eine Basis, einen Mittelteil mit fünf Sichtfenstern -für jede Schülergrösse genau richtig zum Hineinschauen in den Pendelkasten- und einen Abschluss mit grossem Ziffernblatt und Uhrwerk, bekrönt durch den „Fischer-Bogen“, einem geschwungenen dreiteiligen Holzgesims.

Die Uhr hat ein analoges Räderwerk, das täglich aufgezogen werden muss. Das bedeutet, dass die Pendel-Gewichte, die den Betrieb sicherstellen, in die oberste Position gebracht werden müssen. Der Stundenschlag wird durch einen harmonischen Klang markiert. Die Schuluhr wird somit als freundliches, häusliches Objekt wahrgenommen, das Vertrauen bildet und die Verbindung zur guten Stube herstellt. Das Be-Greifen der mechanischen Abläufe wird ausserdem im Zeitalter der Digitalisierung der Schuljugend durch die tägliche Fürsorge nahegebracht. Im wöchentlichen Wechsel wird die Uhr von den Jugendlichen gewartet und damit auch die Verantwortung des Einzelnen für die Gemeinschaft gestärkt.

Anlässlich der Ausstellung „Theodor Fischer in Tirol. Architekt der Zeitenwende“ wurde die kaputte Uhr von der Firma Wolf Walter aus Lana sachkundig restauriert. Die Aktion möglich gemacht hat der Sponsor, Herr Ulrich Ladurner, Chef der Firma Schär, unter Federführung des Kuratoriums für technische Kulturgüter.

Glück auf!